Pfarrliche Ereignisse des Monats April

Die Heilige Woche oder Karwoche
Feier zum Palmsonntag, den 9. April ab 9.30 Uhr

Dechant Mag. Engelbert Hofer feierte gemeinsam mit der Gemeinde am 9. April beginnend um 9.30 Uhr den Palmsonntag als Eingang zur Hebdomada Sancta, der Heiligen Woche oder Karwoche.
Unter der Vielzahl an Gläubigen am Hohen Platz  fanden sich wie immer die Mitglieder der Brauchtumsgruppe Wolfsberg-Lavanttal mit ihren prächtigen, teils sehr großen, traditionellen Palmbesen, die stets in Handarbeit gebunden werden, ein. Musikalisch umrahmt wurde die Feier dabei von einem Bläserquartett.
Anschließend an die Segnung der Palmzweige folgte die Palmprozession zur Markuskirche, das Geschehen des feierlichen Einzugs Jesu in Jerusalem versinnbildlichend. Nach dem verhüllten Kreuz an der Spitze zogen die Ministranten mit ihren Palmbesen, Dechant Hofer, die Damen und Herren der Brauchtumsgruppe und letztlich die übrigen Gläubigen mit deren Palmbesen als Erinnerung an die Palmzweige der Kinder Israels.
Der folgende Festgottesdienst stellte mit dem großen Passionsgeschehen im Zentrum bereits einen Vorausblick auf den Karfreitag dar, dem Tag des Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus. Auch dieses Jahr fand wieder eine von den Kindern der MI-MA-Gruppe (Ministranten und Markusspatzen) in kindgerechter Weise schauspielerisch vorgetragene „Kinderpassion“ statt welche die ansonsten vorgesehene Passion Mt 26, 14 – 27, 66 des Lesejahres A ersetzte.

Herr Mag. Bernhard Wagner

Palmweihe am Hohen Platz und Palmprozession

Festgottesdienst in der Markuskirche


Gründonnerstag (Hoher Donnerstag), der 13. April

Abendmahlliturgie ab
19.00 Uhr in der Markuskirche

Mit der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag tritt die Kirche in das Triduum Sacrum (Heilige drei Tage), auch Triduum Paschale (österliches Triduum) genannt, ein. Es umfasst die Zeit bis zum Abend des Ostersonntags und stellt mit den zentralen Ereignissen der Einsetzung von Eucharistie und Priestertum am Gründonnerstag, des Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus am Karfreitag, seiner Grabesruhe am Karsamstag sowie seiner Auferstehung am Ostersonntag den Höhepunkt des Kirchenjahres dar.
Am Abend des 13. April feierte Dechant Mag. Engelbert Hofer mit Beginn um 19.00 Uhr gemeinsam mit der versammelten Gemeinde die Gründonnerstagsliturgie. Wie jedes Jahr erfolgte innerhalb des Evangeliums an drei Personen der Pfarre, und zwar einer Frau, einem Mädchen und einem Mann, symbolisch die Fußwaschung wobei die Kirche mit diesem Ritus jener Fußwaschung gedenkt die Jesus an seinen Jüngern im Abendmahlsaal vollzog.
Die musikalische Umrahmung mit Gesang und Gitarrenbegleitung hatte eine Schola um Pastoralassistentin Frau Monika Wuggenig inne.
Dem Gottesdienst folgte die Übertragung des Allerheiligsten zu einem im nördlichen Seitenschiff der Kirche befindlichen Tabernakel, dem Hl. Grab gegenüber. Daselbst hielt man zunächst die Ölbergandacht zum Gedenken an Jesu Todesangst am Ölberg vor seiner Verhaftung und seinem Leiden die in weiterer Folge auf der Nordseite der Kirche beim dortigen Ölberg noch fortgesetzt wurde.

Herr Mag. Bernhard Wagner


Karfreitag (Hoher Freitag), der 14. April

Karfreitagsliturgie am Abend ab
19.00 Uhr in der Markuskirche

Am Karfreitag steht das große Passionsgeschehen im Mittelpunkt und die Kirche gedenkt in besonders tiefgründiger Weise dem Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus.
Dechant Mag. Engelbert Hofer feierte in den Abendstunden des 14. April mit Beginn um 19.00 Uhr gemeinsam mit den versammelten Gläubigen die Liturgie zum Karfreitag bestehend aus Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und Kommunionfeier.
Im Gegensatz zum Vorjahr erfolgte die Verkündigung der Passion Jesu nach dem Evangelisten Johannes wieder in ihrer eigentlichen, gesprochenen Form aufgeteilt auf eine Frau als Erzählerin, den Jesusworten vorgetragen von Dechant Hofer sowie den von einem Mann und einem Mädchen gesprochenen Worten aller übrigen Personen.
In den Großen Fürbitten kamen im Anschluss daran bedeutende Anliegen der heutigen Zeit zum Ausdruck, nicht zuletzt auch die zahlreichen Kriegsgebiete und Krisenherde betreffend. Die folgende Kreuzverehrung als feierlicher Ritus wurde umrahmt von Gesängen die an die sog. Improperien oder Heilandsklagen anklingen.

Herr Mag. Bernhard Wagner

Wortgottesdienst

Kreuzverehrung

Kommunionfeier

Karsamstag, der 15. April

Osterkerze des Jahres 2017


Osternachtliturgie am Abend ab
20.00 Uhr vor und in der Markuskirche

Die Osternachtliturgie ist liturgisch bereits ein Teil des Ostersonntags auch wenn sie noch, wie in der Stadtpfarrkirche St. Markus in Wolfsberg üblich, in den Stunden vor Mitternacht gefeiert wird. Der lateinische Name Vigilia paschalis, die Osterwache, bringt zum Ausdruck, dass es sich ursprünglich eigentlich um eine Nachtwache hin zum Ostermorgen handelte. Diese ist hierbei die Mutter aller Vigilien.
Die Osternachtliturgie stellt eine besonders feierliche und erhabene Liturgie dar, untergliedert in die vier Teile Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauffeier und  Eucharistiefeier. In alter Zeit wurden die Katechumenen, also die Taufbewerber, nach der Vorbereitung auf ihre Taufe im Verlauf der Fastenzeit, in der Osternacht im Anschluss an die inhaltsreichen Lesungen des Wortgottesdienstes (Prophetien) getauft und damit in die Gemeinde der Gläubigen aufgenommen. Dies kann auch heute noch geschehen, kommt aber insgesamt nur mehr recht selten vor zumal die meisten Taufen als Kindertaufen im privaten Rahmen außerhalb der Osternacht erfolgen.
Dechant Mag. Engelbert Hofer feierte mit den anwesenden Gläubigen diesen Höhepunkt des Kirchenjahres in den Abendstunden des 15. April beginnend um 20.00 Uhr.

Herr Mag. Bernhard Wagner

Eröffnung mit Segnung des Feuers
und Entzündung der Osterkerze

Lichtfeier mit Exsultet

Wortgottesdienst

Tauffeiher

1. Fest der Barmherzigkeit in Wolfsberg am
Sonntag, den 23. April, Weißer Sonntag
oder Barmherzigkeitssonntag
(© Herr Mag. Bernhard Wagner).

Das Motto zum Fest der Barmherzigkeit: „Jesus Christus ist die Antwort auf alle Fragen“ (© Herr Mag. Bernhard Wagner).

Vigil des Festes der Barmherzigkeit in
den Abendstunden des 22. April

Eine Katechese von Dechant Anton Opetnik sowie die anschließende Lange Nacht der Versöhnung mit einer von Diakon Andreas Schönhart gefeierten Stunde der Barmherzigkeit, die darauffolgende Komplet sowie die Mitternachtsmesse für Wohltäter und Teilnehmer des Festes haben schon zur Vigil des Festes viele Menschen in der Markuskirche versammelt.

Katechese – Thema: Versöhnung
mit Dechant Anton Opetnik
von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Lange Nacht der Versöhnung
von 21.00 Uhr bis 24.00 Uhr mit
einer von Diakon Andreas Schönhart
gefeierten, um 21.00 Uhr beginnenden
Stunde der Barmherzigkeit

Anschließend mit Beginn um Mitternacht
Heilige Messe für Wohltäter und Teilnehmer des Festes

1. Fest der Barmherzigkeit am
Nachmittag und Abend des 23. April

© Herr Albert Fritzl.

Teil I – Lobpreis und Glaubenszeugnisse
von 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr

Schon eine Stunde vor der offiziellen Begrüßung durch Stadtpfarrer Engelbert Hofer waren die ersten Teilnehmer des 1. Festes der Barmherzigkeit in der Markuskirche versammelt. Nicht nur Wolfsberger, sondern sehr viele Gäste aus Kärnten und Steiermark, die privat oder mit organisierten Gruppen mit Bussen ins Herz des Lavanttales gekommen sind, haben großes Interesse schon von Anfang an bei diesem Ereignis dabei zu sein.

Der erste Programmpunkt des Festes, der durch Jakob Mokoru (Jugendzentrum Avalon Wolfsberg) kompetent und humorvoll moderiert wurde, waren Glaubenszeugnisse. Tief gehende Worte, die konkrete Menschen und konkrete Situationen beschrieben haben, haben die Herzen der Menschen berührt und zum Nachdenken motiviert. Über ihre Glaubens- und Gotteserfahrung in ca. 8 Minuten dauernden Aussprachen haben erzählt: Eva Maria Kölbl-Perner (Pastoralassistentin und Krankenhausseelsorgerin im LKH Wolfsberg), Maria Bacher (Loretto Gemeinschaft Kärnten), Familie Henckel von Donnersmarck (Schloss Wolfsberg), Stadtpfarrer Engelbert Hofer, Gemeinschaft Cenacolo (Burgenland). Als Kommentar zu jedem Zeugnis hat eine Musikgruppe aus dem Lavanttal („MusiKlan“) immer ein Lobpreislied gesungen. Dank eines extra für das Fest gestalteten Begleitheftes war dieses und auch alle anderen Gesänge kein Konzert, sondern gemeinschaftliches Gebet, das auf Jesus Christus orientiert wurde.

Der erste Punkt des Programms hat eine breite Zielgruppe erreicht, für die die christliche Lebenseinstellung der anderer Menschen den eigenen Glauben motivieren und stärken kann.

 

Teil II – Stunde der Barmherzigkeit und Beichtgelegenheit
von 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Der zweite Teil des Festes war die so genannte Stunde der Barmherzigkeit, die kurz vor 15 Uhr Bläser vom Kirchturm aus mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ für die ganze Stadt angekündigt haben.

Die eine Stunde lang dauernde Aussetzung, welche Kaplan Christoph Kranicki geführt hat, hat musikalisch der Singkreis „MIRA“ gestaltet. Ein Meditatives Gebet hat zahlreichen versammelten Gläubigen eine tiefe Begegnung mit Gott ermöglicht. Man hat u.a. den wunderbar gesungenen Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit und die Hymne des Jahres der Barmherzigkeit „Misericordes sicut Pater“ gehört. Während der Anbetung haben vier Priester in den Seitenkapellen die Beichte abgenommen: Pater Antonio Sagardoy, Eugen Länger, Bernd Wegscheider und Martin Edlinger.

Nach dieser Anbetungsstunde wurden alle zur Kaffeepause ins Zelt eingeladen.

 

Teil III – Impulse des Tages
von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr

Nach der Kaffeepause haben sich wieder zahlreiche Anwesende in der Markuskirche versammelt um drei „Vorträge des Tages“ zu hören, dazwischen auch Lieder zu singen, die von der Gruppe „Misericordes“ begleitet wurden. Die drei Vorträge wurden gehalten von:

⦁   Bischofsvikar Pater Antonio Sagardoy – „Barmherzig wie der Vater“
⦁   Sr. Koleta Fronckowiak aus Krakau – „Schwester Faustyna und
Göttliche Barmherzigkeit“
⦁   Familienseelsorger Michael Kopp – „Freude der Liebe (Papst Franziskus)
im alltäglichen Miteinander leben“

 

Teil IV – Festgottesdienst mit Diözesanbischof
Dr. Alois Schwarz mit Beginn um 18.00 Uhr

Kurz vor 18 Uhr haben das Presbyterium über 120 MusikerInnen erfüllt. Mit feierlichem Einzug, der durch Organist Stefan Neptusiak begleitet war, ist Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz mit Konzelebranten und MinistrantInnen in die mit Menschen gefüllte Markuskirche (ca. 800 Teilnehmer) eingezogen und hat der wunderbaren und unvergesslichen Begegnung mit Gott vorgestanden. Die gewaltigen Musikstücke: „Missa brevis“ von Jakob de Haan und „Aprite le porte a Christo“ sowie „Jesus Christ you are my live“  von Marco Frisina haben diese Helige Messe zu einem wunderbaren Erlebnis gemacht, die alle Versammelten begeistert hat. Die musikalische Gestaltung hatte dabei die Bergkapelle St. Stefan (Kathrin Weinberger) und der Projektchor mit Sängern aus den Kirchenchören St. Johann, dem Singkreis Thürn, dem Kirchenchor St. Andrä und dem Chorus Paradisi inne.
Bewegende Worte der Homilie bleiben wohl lange in Erinnerung, noch mehr im Herzen der Gläubigen.
Zum Schluss des Gottesdienstes hat Stadtpfarrer Engelbert Hofer dem Diözesanbischof, allen Versammelten und auch dem Vorbereitungsteam ganz herzlich für alles gedankt. Danach hat jeder Teilnehmer des Festes im Zelt, das zwischen der Kirche und dem Pfarrhof am Markusplatz aufgebaut wurde, etwas zu Essen und zu Trinken bekommen. Auf diese Weise hat man bei einem gemütlichen Beisammensein das erste Fest der Barmherzigkeit abgeschlossen.

 

Siehe auch: Fest der Barmherzigkeit 2017 auf der Diözesanwebsite.

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